Gedanken aus der Praxis

KI ist ein starkes Werkzeug. Mehr aber auch nicht.

Ein Kunde meinte vor einiger Zeit zu mir, Entwickler brauche man heute eigentlich nicht mehr. Das erledige ja die KI. Meine Antwort darauf passt in einen Satz. Vorher aber ein ehrlicher Blick darauf, wie KI meine Arbeit tatsächlich verändert hat.

Früher Stack Overflow, heute ein Gespräch

Wer programmiert, hat früher einen großen Teil seiner Zeit mit Suchen verbracht. Eine Fehlermeldung bei Google eingeben, drei Beiträge auf Stack Overflow vergleichen, die Dokumentation querlesen und aus allem eine Lösung zusammensetzen. Das gehörte einfach dazu.

Genau diese Arbeit übernimmt heute oft eine KI. Eine kurze Recherche, ein zweiter Blick auf ein überschaubares Stück Code oder ein erster Entwurf für eine Funktion: Das geht inzwischen deutlich schneller. Deshalb nutze ich KI ganz selbstverständlich in meinem Arbeitsalltag.

Am Ende schaut immer ein Mensch drüber

Schneller heißt nicht automatisch richtig. Eine KI antwortet auch dann überzeugend, wenn sie danebenliegt. Sie kennt Ihren Betrieb nicht, Ihre Abläufe nicht und auch nicht die Ausnahmen, die im Alltag eben doch vorkommen.

Deshalb prüfe ich jedes Ergebnis selbst, bevor es in ein Projekt einfließt. Die Verantwortung für das, was am Ende bei Ihnen läuft, trage ich und nicht ein Werkzeug.

Die Frage, die alles beantwortet

Zurück zu dem Kunden. Er war überzeugt, dass man sich eine App oder eine Homepage heute einfach von einer KI bauen lassen und sich das Geld für einen Entwickler sparen kann.

Ich habe ihm eine Gegenfrage gestellt: Wir beide starten dasselbe Projekt und benutzen dafür dieselbe KI. Welches Projekt wird am Ende wohl besser?

Er musste nicht lange überlegen. Und er hat selbst gemerkt, dass genau diese Antwort der Grund ist, warum es weiterhin Entwickler braucht. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern wer es benutzt: wer weiß, was gebaut werden soll, welche Fragen gestellt werden müssen und woran man erkennt, dass eine Antwort nicht stimmt.

Kein Grund zur Sorge, sondern ein besseres Werkzeug

Als Entwickler muss man sich vor KI nicht fürchten. Sie ist ein hervorragendes Werkzeug, das Routinearbeit abnimmt und Zeit freimacht für das, worauf es ankommt: Ihr Problem verstehen, die passende Lösung planen und sie sauber umsetzen.

Aktuell ist sie aber genau das: ein Werkzeug. Für Sie als Kunde heißt das vor allem eines. Sie bekommen Ergebnisse schneller, ohne auf Erfahrung und Sorgfalt verzichten zu müssen.